Eine Bewegung.
Studio A „Eine Bewegung“: eine Ausstellung über die Tiny-House-Bewegung – eine Lebensform, die auf Reduktion, Mobilität und Nachhaltigkeit setzt. Sie zeigt nicht nur den heutigen Boom, sondern verortet ihn historisch: Leben auf engem Raum ist keine Erfindung der Gegenwart, sondern eine Konstante vieler Kulturen – von den Blockhäusern und Hütten nordamerikanischer Pionier:innen (17.–19. Jh.) bis zu traditionellen Hausbooten weltweit.
Mehrere Achsen gliedern die Ausstellung: Definition und Typologie (Tiny Houses on Wheels, teilmobile Häuser, Container, Schäfer- und Bauwagen, Hausboote, Modul- und Ferienhäuser), historischer Kontext, Architektur und Materialität, Mobilität (straßenzugelassen, per Tieflader, stationär) sowie Nachhaltigkeit und Minimalismus als Leitprinzipien. Auch rechtliche Rahmenbedingungen – Baugenehmigung, GEG-Anforderungen, Aufstellplätze – kommen zur Sprache.
Räumlich übersetzt die Ausstellung ihr Leitprinzip „auf engem Raum viel ermöglichen“: kompakte, modulare Einheiten reihen sich entlang einer klaren Wegführung, jede Station öffnet einen anderen Aspekt. So erfahren Besuchende Tiny Living nicht als bloßen Trend, sondern als Antwort auf gesellschaftliche Fragen – Wohnraummangel, Klimawandel, Konsumkritik.